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Judä-Brief. Der Verfasser unterscheidet sich V. Jud. 17 ausdrücklich von den Aposteln, kann also nicht der Apostel Judas Jakobi (siehe Jud. 2), wohl aber ein Bruder Jesu (Jud. 4) sein. V. Jud. 1 bezeichnet er sich in angemessener Demut dem Herrn gegenüber nicht nach seiner natürlichen Verwandtschaft als Bruder, sondern als Knecht, dagegen als Bruder des Jakobus (siehe Jak. 3; Jak. 1, 1; Matth. 13, 55).
Der Brief enthält unter Hinweisung auf frühere Strafgerichte Gottes eine Warnung vor Irrlehrern, die ein hochfahrendes und dabei unsauberes Christentum vertreten (vergleiche Offb. 2, 14f). Auffallend ist die Benutzung späterer jüdischer Apokryphen: V. Jud. 9 ist der sogenannten „Aufnahme Mosis“ entnommen, B. Jud. 14f wird die „Offenbarung Henochs“ (siehe Henoch) als von Henoch selbst herrührende Weissagung angeführt; ferner die zum Teil wörtliche Übereinstimmung mit 2Petr. 2. Die schriftstellerische Abhängigkeit scheint auf Seiten des zweiten Petrusbriefs zu sein (siehe Petrus).
Die Adressaten sind nicht bekannt; man hat an kleinasiatische, auch an syrische Gemeinden gedacht; die Abfassung fällt jedenfalls in die späteste apostolische Zeit. Die Aufnahme in den Kanon ist erst im 4. Jahrhundert unter mancherlei Widerspruch erfolgt; Luther hat den Brief absichtlich in die letzte Stelle unter den Briefen gerückt.
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About Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch illustriertDas Calwer Bibellexikon ist einer der bekanntesten Namen unter den deutschsprachigen Bibellexika. Laut Vorwort ist es als ein Handbuch für den nachdenkenden Bibelleser, Geistlichen oder Religionslehrer gedacht. Das Nachschlagewerk soll es dem Leser ermöglichen, ein „eben gelesenes Bibelwort als ein Glied in das ganze Gebäude seiner biblischen Anschauungs- und Gedankenwelt“ einzufügen. Der Herausgeber Paul Zeller merkt zudem an, das Werk sei „in dem einen Geist demütiger Ehrfurcht vor dem Worte Gottes und herzlicher Liebe zu der heiligen Schrift“ entstanden (Vorwort 2. Aufl.). Das Calwer Bibellexikon erschien zum ersten Mal im Jahr 1884, die zweite Auflage 1893, beide erfreuten sich großer Nachfrage. Die hier verfügbare dritte Auflage (1912) ist das Ergebnis einer umfassenderen Umarbeitung und teils auch Verkürzung. Der Herausgeber und die Mitwirkenden stammten zumeist aus der Württembergischen Landeskirche und der Schweiz. Bekannt war es auch unter dem alternativen Titel „Biblisches Handwörterbuch, illustriert“. |
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