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Heil bedeutet immer eine von Gott ausgehende Errettung und Beglückung, wie er sie seinem Volk, seinen Kindern zuteil werden lässt.
Im Alten Testament steht dabei natürlich das Äußere im Vordergrund; gerne heißt es zum Beispiel bei einem Sieg Israels über seine Feinde, Richt. 15, 18; 1Sam. 11, 13; 1Sam. 14, 45: „Der Herr hat ein großes Heil gegeben.“ In diesem Sinn ist auch der Pfeil des Heils (2Kön. 13, 17) = ein Pfeil des Siegs. Doch ist dabei immer der Gedanke miteinzuschließen, dass ein solcher Sieg das Wohl des Ganzen fördert. (Ausnahmsweise auch bei den Erfolgen des heidnischen Feldhauptmanns Naeman, 2Kön. 5, 1).
Ferner preist der einzelne Fromme das Heil, das heißt die Errettung, die ihm Gott in einer Gefahr widerfahren lässt, und die ganze Förderung, die ihm dadurch zuteil wird, Psa. 18, 47. 51; Psa. 62, 8; Psa. 70, 5, während den Gottlosen das Heil Gottes fernbleibt, Psa. 119, 155. Je umfassender dieser Begriff gedacht wird, desto mehr vertieft er sich und schließt auch innerliche Förderung in sich, vergleiche zum Beispiel Psa. 27, 1. Am meisten ist dies der Fall im zweiten Teil des Jesaja, wo die große kommende Erlösung (der messianischen Zeit) sehr häufig mit dem Ausdruck Heil bezeichnet wird (zum Beispiel Jes. 49, 8; Jes. 62, 11 und oft). Nicht als ob das äußere Wohlergehen hier zurückträte, heißt es doch, dass selbst die Mauern Jerusalems in jener Zeit den Namen „Heil“ tragen werden (Jes. 60, 18). Aber bedeutsam ist, wie immer die neue Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes dem „Heil“ zur Seite geht und als seine notwendige Vorbedingung erscheint (zum Beispiel Jes. 61, 10, vergleiche Psa. 98, 2).
Das Neue Testament nimmt den Ausdruck „Heil“ als zusammenfassende Bezeichnung für alles, was uns Christus errungen hat, auf, Luk. 1, 69; Joh. 4, 22; Röm. 11, 11; Luk. 19, 9; Apg. 4, 12. Dabei tritt natürlich das Innere, die Vergebung der Sünden, in den Vordergrund. Doch denken manche Stellen auch ausschließlich an die zukünftige Erlösung von allem Übel (Röm. 13, 11).
Th. Hermann.
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About Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch illustriertDas Calwer Bibellexikon ist einer der bekanntesten Namen unter den deutschsprachigen Bibellexika. Laut Vorwort ist es als ein Handbuch für den nachdenkenden Bibelleser, Geistlichen oder Religionslehrer gedacht. Das Nachschlagewerk soll es dem Leser ermöglichen, ein „eben gelesenes Bibelwort als ein Glied in das ganze Gebäude seiner biblischen Anschauungs- und Gedankenwelt“ einzufügen. Der Herausgeber Paul Zeller merkt zudem an, das Werk sei „in dem einen Geist demütiger Ehrfurcht vor dem Worte Gottes und herzlicher Liebe zu der heiligen Schrift“ entstanden (Vorwort 2. Aufl.). Das Calwer Bibellexikon erschien zum ersten Mal im Jahr 1884, die zweite Auflage 1893, beide erfreuten sich großer Nachfrage. Die hier verfügbare dritte Auflage (1912) ist das Ergebnis einer umfassenderen Umarbeitung und teils auch Verkürzung. Der Herausgeber und die Mitwirkenden stammten zumeist aus der Württembergischen Landeskirche und der Schweiz. Bekannt war es auch unter dem alternativen Titel „Biblisches Handwörterbuch, illustriert“. |
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